Samhain, Ahnenfest, Allerheiligen

Wir feiern hier in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November das "Keltische Silvester oder Hexenneujahr."

Samhain ist das Fest der Ahnen, der Verstorbenen, der Wesen aus anderen Welten, des ungeborenen Lebens und des Jahreswechsels.

Es ist die Zeit des Rückzugs, der Stille und Ruhe. Wir besinnen uns auf unseren inneren Wesenskern, auf unsere Ahnen, auf unsere Wurzeln. Wie die Natur, die im Herbst ihre Samen fallen lässt, um diesen in ihrem Schoß über die kalte Jahreszeit zu hüten, damit im Frühjahr neues Leben daraus hervorgeht, so hüten auch wir unseren inneren Wesenskern. Alle Säfte und Kräfte ziehen sich in die Wurzeln zurück um die kalte Jahreszeit zu überstehn.

Auch ist der Schleier zu anderen Welten in dieser Nacht besonders dünn und der Kontakt zu unseren Ahnen und anderen Wesen ist begünstigt, wie zu keiner anderen Jahreszeit!

 

Keltische Mythologie

 

Der schwarze Gott bzw. der Wintergott Samain feiert zu dieser Jahreszeit seinen Herrschaftsantritt. Er erlegt den Sonnenhirsch (der für die Sonne, für den Sonnengott steht) und verschleppt seine Gattin die Vegetationsgöttin ins Totenreich hinab. Dort herrscht sie nun als Totengöttin und hütet die Seelen Verstorbener, die schlafenden Samen und die im Winterschlaf erstarrten Tiere. Sie nimmt sich auch der Seelen der Tiere an, die zu dieser Jahreszeit geschlachtet und geopfert werden.

Mit der Vegetationsgöttin zieht sich auch das Leben auf der Erde zurück und regeneriert sich in den Tiefen von Mutter Erde, um im Frühjahr neugeboren hervorzugehen.

Der Wintergott und Totengott Samain schmückt sich mit immergrünen Tannenzweigen, Misteln und Stechpalme. Samain ist zwar der Totengott, er trägt aber das Lebensgrün in den neuen Jahreskreis hinein!

 

Themen zum Fest

 

Ein Aspekt des Festes ist, das alte Jahr und alles was damit verbunden ist, wertschätzend zu beenden und die Samen für das neue Jahr zu säen.

Alles bis auf unseren inneren Wesenskern darf gehen, um uns von unnötigem Ballast zu befreien, und unseren wahren inneren Kern zu spüren.

Somit kommen wir mit unserem waren inneren Sein wieder in Berührung.

Der Kreislauf des Lebens "Sterben und Werden".

 

"Und so lang Du das nicht hast,

Dieses Stirb und Werde!

Bist Du nur ein trüber Gast,

auf der dunklen Erde."

(J. W. von Goethe)