Augustfeuer, Lugnasad, Lammas

In der Nacht zum 8.Vollmond feiern wir das Fest der Schnitterin!

Anfang August beginnt die Erntezeit verschiedenster Kräuter, Früchte, Obst, Gemüse und Getreide. Es ist jetzt an der Zeit die reifen Früchte zu ernten um in der kalten Jahreszeit davon zehren zu dürfen.

Genau dies ist die Qualität des Festes! Wir müssen einen bewussten Schnitt oder Schritt setzen um die reifesten Früchte zu ernten bevor diese verfaulen.Deshalb ist dieses grosse Lichtfest, das Fest der "Schnitterin", die mit all ihrer Kraft bewusst den Schnitt setzt und das Leben durchtrennt, um zu überleben.

 

Keltische Mythologie

 

Das grosse "Lichtfest" zum Augustvollmond ist das Ende der Herrschaft des milden Belenos und seiner Braut. Das Augustfeuer signalisiert auch die Metamorphose des Gottes. Er ist nun zum feurigen, leuchtenden Lugus geworden, der mit der Kornmutter, der Ernährerin der Welt, Annona, die Herrschaft bis zu Samain übernimmt. Sie herrschen über die Erntezeit, die mit dem Monat August beginnt. Der August wird auch als "Schnittmonat" bezeichnet. Der gerechte Schnitt, der über Leben und Tod entscheidet. Zum einen mussten die Kelten nun ernten, um Vorräte für die kalte Jahreszeit zu sammeln, Gertreide ernten, Früchte und Gemüse sammeln und einkochen, Kräuter für Tees trocknen usw. Zum anderen symbolisiert dies die Radikalität, Pflanzen an ihrem Höhepunkt der Reife, einfach abzuschneiden, um selbst zu überleben. Der Kreislauf, der Natur von Leben und Tod wird hier deutlich.

 

Themen zum Fest

 

Bei diesem Fest kommen wir mit der Trennung in Berührung. Es ist jetzt an der Zeit den nötigen Schnitt oder Schritt vorzunehmen, um die reifen Früchte zu ernten. Durchtrenne was durchtrennt werden muß, auch wenn es manchmal schmerzt etwas hinter sich zu lassen. Und Ernte die Früchte, die jetzt geerntet werden müßen, denn zu einem späteren Zeitpunkt sind diese verwehst.

 

"Erst durch den Schnitt entfaltet die Rose ihre wahre Schönheit."